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Standardarbeitsanweisung für die Salzsprühkammer
Technischer Artikel

Standardarbeitsanweisung für die Salzsprühkammer

25.04.2026

Salzsprühtest Salzsprühkammern sind zentrale Anlagen zur Umweltsimulation und dienen der Bewertung der Korrosionsbeständigkeit von metallischen Werkstoffen, galvanischen Beschichtungen und beschichteten Bauteilen. Standardisierte Betriebsanweisungen sind nicht nur die Grundlage für vergleichbare und reproduzierbare Testdaten, sondern auch Voraussetzung für die Langlebigkeit der Anlagen und die Sicherheit im Labor. Dieser Artikel beschreibt systematisch die standardisierten Betriebsanweisungen (SOPs) für die gesamte Prozesskette der Salzsprühkammer – von der Vorbereitung über die Parametereinstellung und Prozessüberwachung bis hin zur Wartung. Grundlage hierfür sind Normen wie GB/T10125 und ISO 9227. Der Artikel bietet somit fundierte technische Referenzen für die Qualitätskontrolle und die Forschung und Entwicklung.

Salzsprühtestkammer (4).jpg

I. Vorbereitung des Tests: Standardisierte Vorbehandlung von Umgebung, Lösung und Proben

1. Bestätigung von Salzsprühkammer Status und Testumgebung

Vor Inbetriebnahme muss der grundlegende Zustand der Anlage überprüft werden. Prüfen Sie, ob die Dichtungsleiste der Kammer unbeschädigt ist, um Beschädigungen oder Luftlecks auszuschließen. Stellen Sie sicher, dass der Wasserstand im Sättigungsbehälter (Druckbehälter) normal ist, der Drucklufteinlassdruck im Normbereich liegt und die Öl-Wasser-Trennung durchgeführt wurde. Die Umgebungstemperatur im Labor sollte zwischen 15 °C und 30 °C gehalten werden, um zu vermeiden, dass anormale Umgebungstemperaturen die Temperaturverteilung in der Kammer beeinträchtigen.

2. Genaue Herstellung von Testlösungen

Die Reinheit der Lösung ist ein entscheidender Faktor für die Testergebnisse. Zur Herstellung der Lösung müssen Natriumchlorid in analytischer Qualität oder höher sowie deionisiertes oder destilliertes Wasser mit einem spezifischen Widerstand von mindestens 5000 Ω·cm verwendet werden. Leitungswasser oder Industriesalz sind strengstens verboten. Die Lösungskonzentration für den neutralen Salzsprühtest (NSS) beträgt (5±0,5)%. Nach der Herstellung muss der pH-Wert mit verdünnter Salzsäure oder NaOH-Lösung auf 6,5–7,2 eingestellt werden. Für den Essigsäure-Salzsprühtest (AASS) oder den Kupfer-beschleunigten Test gelten andere Bestimmungen. Salzsprühnebel (CASS), Eisessig oder Kupferchlorid Die Zugabe der Stoffe muss gemäß den Vorgaben erfolgen, und der saure pH-Bereich muss streng kontrolliert werden. Die zubereiteten Lösungen sollten stehen gelassen und filtriert werden. Es wird empfohlen, sie sofort zuzubereiten und zu verwenden; die Lagerzeit sollte 24 Stunden nicht überschreiten.

3. Spezifikationen für Probenvorbehandlung und -platzierung

Die Probenoberfläche muss von Öl, Fingerabdrücken und Staub gereinigt werden, um eine saubere und trockene Testfläche zu gewährleisten. Die Probe sollte in einem Winkel von 15° bis 30° zur Vertikalen positioniert werden. Dieser Winkel ermöglicht ein freies Abfließen des Salzsprühnebels und verhindert Tropfenbildung. Zwischen den Proben muss ausreichend Abstand eingehalten werden, um gegenseitigen Kontakt oder Behinderung zu vermeiden. Die Proben dürfen weder die Innenwand der Kammer berühren noch Kondensat abtropfen. Bei Proben mit Schnittkanten muss eine inerte Beschichtung zum Schutz der Kanten verwendet werden, um zu verhindern, dass Kanteneffekte die Testergebnisse verfälschen.

II. Betriebsabläufe: Parametereinstellung und Prozessüberwachung

1. Geräteinitialisierung und Parametereinstellung

Schließen Sie die Stromversorgung an und schalten Sie die Heizschalter für Kammer und Sättigungsbehälter zum Vorheizen ein. Stellen Sie die Temperatur der Arbeitskammer entsprechend der Prüfart ein: 35 °C ± 2 °C für neutralen Salzsprühnebel (NSS) und 50 °C ± 2 °C für beschleunigten Kupfer-Salzsprühnebel (CASS). Die Temperatur des Sättigungsbehälters muss höher als die Temperatur der Arbeitskammer sein, um zu verhindern, dass die Druckluft nach dem Eintritt in die Kammer durch Abkühlung kondensiert und somit ein stabiles Sprühvolumen gewährleistet ist. Stellen Sie die kumulative Prüfzeit und den Sprühmodus (kontinuierlich oder intermittierend) am Bedienfeld ein.

2. Sprühstart und Kalibrierung der Sedimentationsrate

Sobald die Kammer- und Sättigungstanktemperatur die eingestellten Werte erreicht und sich stabilisiert haben, kann der Sprühvorgang gestartet werden. Es wird empfohlen, zu Beginn des Sprühvorgangs eine Kalibrierung der Sedimentationsrate durchzuführen: Platzieren Sie dazu mindestens zwei saubere Salzsprühkollektoren im Wirkungsbereich der Kammer und sammeln Sie kontinuierlich mindestens 16 Stunden lang. Berechnen Sie die durchschnittliche Sedimentationsrate; ihr Standardwert sollte 1,0–2,0 ml/(h·80 cm²) betragen. Entspricht die Sedimentationsrate nicht dem Standard, muss der Sprühdruck angepasst oder die Düsen auf Verstopfungen überprüft werden, bis die Umgebungsparameter den Standardanforderungen entsprechen, bevor die eigentliche Probenprüfung und -messung beginnen kann.

3. Prozessüberwachung während des Betriebs

Während des Testbetriebs ist die Anzahl der Kammeröffnungen zu minimieren. Die tägliche Öffnungszeit für Inspektionen sollte eine Stunde nicht überschreiten, um starke Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Kammer zu vermeiden, die die Korrosionsrate beeinflussen könnten. Temperatur, Druck und makroskopischer Zustand der Probenoberfläche in der Kammer sind täglich zu dokumentieren. Das Abwischen oder Berühren der Probenoberfläche ist jedoch nicht gestattet. Gleichzeitig ist der Füllstand des Solebehälters regelmäßig zu überprüfen und die vorbereitete Lösung rechtzeitig nachzufüllen, um einen Testabbruch aufgrund von Lösungsmangel zu verhindern.

III. Testabschluss und Nachbearbeitung: Probenauswertung und Gerätewartung

1. Testabbruch und Probenentnahme

Nach Ablauf des voreingestellten Testzyklus schalten Sie zuerst den Sprühschalter und anschließend die Heizung aus. Um zu verhindern, dass Salznebel austritt und Laborgeräte korrodiert, empfiehlt es sich, die Kammertemperatur vor dem Öffnen der Tür auf Raumtemperatur absinken zu lassen. Beim Entnehmen der Proben müssen die Bediener Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.

2. Nachbearbeitung der Proben und Auswertung der Ergebnisse

Nach der Entnahme sollten die Proben vorsichtig mit fließendem Wasser abgespült werden, um eventuell vorhandene Salzkristallreste auf der Oberfläche zu entfernen. Anschließend sollten sie 0,5–1 Stunde bei Raumtemperatur an der Luft getrocknet werden. Die getrockneten Proben sind gemäß Normen wie GB/T6461 oder ISO10289 zu bewerten. Zu den Bewertungskriterien gehören der Korrosionsgrad der Matrix (Rp), der Grad der Oberflächenveränderung (Ra), der Blasenbildungsgrad usw., und die Korrosionsmorphologie und -verteilung sind zu dokumentieren.

3. Reinigung und Wartung der Salzsprühkammer

Nach dem Test muss die restliche Sole im Solebehälter abgelassen werden. Solebehälter, Sprühturm und Auffangbehälter sind mit deionisiertem Wasser zu reinigen, um Korrosion durch Salzrückstände an Rohren und Düsen zu verhindern. Die Innenwände und Dichtungsstreifen der Kammer sind mit einem weichen Tuch abzuwischen und trocken zu halten. Bei längerer Nichtbenutzung ist der Behälter vollständig zu entleeren und die Tür zur Belüftung einen Spalt offen zu lassen. Die Düsen sind regelmäßig (z. B. monatlich) auf Verschleiß zu prüfen, verstopfte Düsen zu reinigen oder auszutauschen und für einen gleichmäßigen Sprühnebel beim nächsten Test zu sorgen.

IV. Wichtige Sicherheits- und Compliance-Vorsichtsmaßnahmen

Während des gesamten Betriebs müssen persönliche Schutzmaßnahmen getroffen werden, um das Einatmen von Salznebel und Hautkontakt mit der Lösung zu vermeiden. Die Druckluftquelle muss mit einem Öl-Wasser-Abscheider ausgestattet sein, um die Zufuhr von trockener, sauberer Luft zu gewährleisten. Sämtliche Abfallflüssigkeiten sind als ätzende Abfallflüssigkeiten zu sammeln, zu neutralisieren und anschließend von einer qualifizierten Organisation zu entsorgen; die direkte Einleitung in die öffentliche Kanalisation ist strengstens verboten. Nur durch die strikte Einhaltung des geschlossenen Kreislaufs „Vorbereitung-Kalibrierung-Betrieb-Wartung“ kann die wissenschaftliche Gültigkeit und Zuverlässigkeit jedes Salzsprühnebeltestdatensatzes sichergestellt werden.